Fragen und Antworten im Parodontose-Forum

Wohl nur private Behandlung sinnvoll?!

sonnig
Mitglied seit 23. 08. 2019
1 Beiträge

Hallo an alle,

meine Kieferorthopädin hat durch Zufall anhand der Röntgenbilder bei mir eine schwerwiegende Parodontitis festgestellt. Mein Knochen hat sich mittlerweile wohl zu 2/3 zurück gebildet. Mein Zahnarzt hat bei den regelmäßigen Kontrollen und prof. Zahnreinigungen, wieso auch immer, nichts gesehen oder darauf hingewiesen. Ich bin 40 Jahre alt und die Entzündung scheint wohl schon viele Jahre zu bestehen.

Daraufhin bin ich zu einen bekannten Spezialisten für Parodontologie, diesen hat mir die Kieferoth. empfohlen. Die Befundaufnahme wurde gestern durchgeführt.

Die Entzündung ist an allen Zähnen festzustellen, die Tiefe beträgt >3,5 und der Knochen hat sich, wie schon erwähnt, um 2/3 zurück gebildet. Die Zahnstabilität sei wohl noch gut. Nach dem ganzen Schock hat mich das immerhin noch etwas getröstet.

Als nächstes erhalten ich eine Kostenaufstellung (zum privat Bezahlen) von ihm für folgende empfohlene Behandlung, die ca 6.000 -7.000 EUR betragen wird:
- Schulung für eine optimale Reinigung in Zukunft
- alle Zähne mit geschlossener Behandlung von der Entzündung befreien
- ein paar Wochen später möchte er an den Backenzähnen das Zahnfleisch öffnen, um einen Knochenaufbau vorzunehmen. Das ist mir auch recht, da ja hier der Abbau sehr weit vorangeschritten ist.

Was mich aber nun verunsichert ist, dass der Arzt die Behandlung nur privat durchführen wird. Ich habe natürlich darauf hingewiesen, dass ich Kassenpatientin bin und hier eine Übernahme der KK möglich sei.

Er hat mir nochmal zu verstehen gegeben, dass er die Behandlungen, die die Kassen vorgeben, nicht durchführt, da das keine sei die zu einem Zahnerhalt beitrage. Patienten die über die gesetzliche Kasse abrechnen möchten, schickt er zu einem normalen Zahnarzt, der dann wohl nicht die beste Behandlung durchführen könnte, da diese ihm so nicht vergütet wird.

Ich habe auch erklärt, dass ich zusätzlich nötige Maßnehmen, die von der Kasse nicht getragen werden, auch nach Absprache selbst übernehmen könnte. Er hat auch das abgelehnt und mir mitgeteilt, dass das nicht erlaubt sei.

So, ich bin nun sehr verunsichert und irritiert. Das Thema belastet mich sogar, da ich natürlich sehr gut behandelt werden möchte und mich frage, wie ich weiter vorgehen soll.

Ich würde mit meinen Befunden zu anderen Ärzten gehen, aber ist es tatsächlich so, dass die vorgegebene Behandlung der gesetzlichen Krankenkassen nicht zum Zahnerhalt ausgelegt ist? Oder bin ich an einen Arzt geraten, der einfach nur seinen größten Profit machen möchte und mich mit seinen Darstellungen des Gesundheitssystems dabei total verunsichert hat.

Wie sind Eure Erfahrungen und was könnt Ihr mir empfehlen.

Im Voraus herzlichen Dank für die Ratschläge und Aufklärung.



Kerstin
Kerstin

Hallo liebe TE,
ich bin auch betroffen mit einer agressiven Paradontose die mich eiskalt erwischt hat. Ich bin viele Jahre nicht mehr beim Zahnarzt gewesen weil ich starke Schmerzen beim Zahnreinigen hatte. Selbt schuld. Ich habe schon einen Zahn verloren und der Schneidezahn wackelt.
Ich bin auch nun in einer Spezialbehandlung die ich selbst bezahlen muss.
Ich habe bis jetzt ca. 3000 Euro investiert, für eine Bakterienbestimmung, Behandlung der Paradontose, eine Fixierung des Schneidezahnes (die wahrscheinlich leider nicht halten wird) und eine Klebebrücke im unteren Bereich mit der ich sehr zufrieden bin ..

Die Summe erscheint mir extrem hoch, höre da noch mal nach
alles Gute



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