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Die Fragen in unserem Parodontose-Selbsttest sind so gewählt, dass Sie sie entweder direkt oder mit Hilfe eines Spiegels leicht beantworten können. So können Sie sich schnell über Ihr persönliches Parodontitis-Risiko informieren. Zur 1. Frage.

Vom Markt genommen: Atridox®, Actisite®, Arestin® und Elyzol®.

Die Applikation von  Antibiotika in Zahnfleischtaschen zur adjuvanten Parorontosebehandlung hat zwar eine längere Tradition, allerdings ist hierfür zurzeit nur noch Doxycyclin (Ligosan®) in Gelform auf dem deutschen Markt erhältlich. Bis vor kurzem war mit dem Atridox®, 44m Fertigspritze zum Selbstanmischen) übrigens noch ein vergleichbares Tetrazyclin-Präparat erhältlich. Alle hier weiter genannten Wirkstoffe sind auch nicht mehr zugelassen, haben also lediglich eine geschichtliche Bedeutung.

Lokale Antibiotika (nicht mehr auf dem deutschen Markt erhältlich)

Actisite® Tetracyclin-Fäden

Eine 25%ige Tetracyclin-HCl-Lösung wurde in Form eines Fadens (Actisite®) angeboten, der in die Tasche eingelegt werden musste. Der Faden konnte 7-13 Tage liegenbleiben (CRD) wodurch sich eine gute Wirkstoffkonzentration in der Tasche ergab.

Eine zu komplizierte Anwendung mit der Notwendigkeit der Entnahme und (das ist kein unbedeutender Punkt) schlechter Entlohnung des Behandlers, sprachen gegen Actisite®.

Metronidazol-Gel: Elyzol®

250mg Metronidazol wurden in Form eines Gels (25%ig) (Elyzol®-25%-Dentalgel) in die Tasche gespritzt. Die Applikation erfolgt 2 malig, mit 1 Woche Pause dazwischen. In der Tasche wurde das anfangs recht flüssige Gel zu einer zähen, anhaftenden Substanz, die kontinuierlich den Wirkstoff abgab, während sie sich auflöste. Die Liegezeit betrug aber unter 24h (SRD).

Dieses Gel ist seit 2011 nicht mehr auf dem deutschen Markt erhältlich, aber von Pharmazeuten könnte ein Ersatzgel (auf Poloxamer-Basis) hergestellt werden. In wissenschaftlichen Studien existieren kontroverse Ergebnisse darüber, ob eine sichere Verbesserung der Taschentiefe durch diese Behandlung erzielt werden kann, oder nicht.

Arestin®: Minozyklin-Kügelchen

Dieses halbsynthetische Tetracyclin-Derivat wird in Form von biologisch abbaubaren Kügelchen (Arestin®) in die Tasche eingebracht. Die Liegedauer und die kontinuierliche Wirkstoffabgabe beträgt 14 Tage (CRD).

Trotz der nachgewiesenen Taschentiefenverbesserung und Reduktion der Bakterien in der Tasche ist auch dieses Medikament nicht mehr erhältlich.