Antrag auf Parodontosebehandlung: PAR-Antrag

Die Kosten für eine Parodontitisbehandlung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nach den Richtlinien übernommen. Hierfür muss bei der Krankenkasse ein Antrag auf Parodontosebehandlung (PAR-Antrag) eingereicht werden, der Informationen über vorausgegangene Behandlungen und spezielle Risikokonstellationen des Patienten enthält (Teil 1). Teil 2 des Parodontalstatus beinhaltet alle Untersuchungsergebnisse der zu behandelnden Zähne (Taschentiefen, BOP, Attachmentverlust, Zahnlockerung etc.).

PA-Antrag PA-Status
Parodontalstatus Blatt 1:
Behandlungsplan

Parodontalstatus Blatt 2:
Befunde der einzelnen Zähne

Genehmigter PAR-Antrag ist 6 Monate gültig

Der Parodontoseantrag kann zunächst nur für eine geschlossene Parodontosebehandlung gestellt werden. Nach Genehmigung dieses Antrags muss die Therapie innerhalb von 6 Monaten erfolgen, sonst verfällt die Genehmigung. Bei kritischen Zähnen darf die Kasse einen Gutachter zur Bewertung einschalten. Auch darf eine Zahnfleischbehandlung nicht in kurzen Abständen wiederholt werden.
Nach Abschluss der Behandlung kann ein erneuter Parodontalstatus erhoben werden, um eine weitere Behandlungsnotwendigkeit zu überprüfen.

Nachbeantragung für offene PAR als Therapieregänzung

Wenn Zähne nach Abschluss der geschlossenen Wurzelglättung (SRP) weiter starke Entzündungszeichen mit Taschentiefen von über 5,5mm aufweisen, kann eine offene, chirurgische Parodontitisbehandlung beantragt werden. Für diese Therapie-Ergänzung werden die gleichen Formblätter verwendet. Dies Kosten der offenen Behandlung werden nach Genehmigung von der Kasse übernommen

Über Kasse keine regenerativen Maßnahmen möglich

Alle wiederaufbauenden Maßnahmen wie Knochenregeneration oder Deckung von Rezessionen sind keine Kassenleistung. Die Kosten hierfür werden nur von der privaten Krankenversicherung getragen oder müssen aus eigener Tasche gezahlt werden.

Quellen:
KZBV Bundesmantelvertrag Zahnärzte (BMVZ) Anlage 10a/b, 16
KZV Ratgeber Band III -Abrechnung, Anlage zum BMVZ §14; Richtlinien für die systematische Behandlung von Parodontopathien

Letzte Aktualisierung am Montag, 04. September 2017



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