Zahnsanierung als Vorbehandlung

Zur Vorbehandlung der Parodontosetherapie gehören alle vorbereitenden Maßnahmen, bevor die eigentliche parodontologische Wurzelglättung und gezielte Elimination der Bakterienbehandlung erfolgt. Die Vorbehandlung ist dazu da, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Therapie und den langfristigen Erfolg zu schaffen.

 
Vor Parodontosebehandlung müssen die
Voraussetzungen stimmen
 

Zur Vorbehandlung gehören:

Bakterien und Plaque als Auslöser der Erkrankung dort schon mal zu entfernen, wo man mit Hilfe modernen Pflegehilfsmittel hinkommt, Risikofaktoren und mögliche sekundäre Auslöser identifizieren und wenn möglich zu eliminieren, etwaige andere Zahn- und Munderkrankungen zu therapieren und pflegbare Mundverhältnisse zu ermöglichen. Was macht es nämlich für einen Sinn, einen toten Zahn mit einer Wurzelentzündung einer aufwendigen Parodontitisbehandlung zu unterziehen, solange das größere Grundproblem nicht gelöst ist?

Saubere, gesunde Voraussetzungen im Gebiss schaffen:

  1. Optimierung der eigenen (häuslichen) Zahn- und Mundpflege
  2. Professionelle Zahnreinigung (PZR)
  3. Risikofaktoren erkennen und entschärfen
  4. Gebiss-Sanierung mit

In welcher Ausprägung vorbereitenden Maßnahmen notwendig sind, hängt natürlich von den individuellen Voraussetzungen eines jeden Patienten ab. Nicht bei jedem Parodontose-Patienten müssen Zähne entfernt und Löcher gefüllt werden. Aber gerade die ersten beiden Punkte (eigene Mundhygiene und professionelle Zahnreinigung) gelten mittlerweile als unverzichtbare Pfeiler einer jeden Parodontitisbehandlung, die langfristig Erfolg haben will.

Fazit:
Die Vorbehandlung ist ein Grundpfeiler im Kampf gegen die Parodontitis. Ohne Zahnsanierung, optimierte eigene Mundhygiene und Unterstützung durch professionelle Zahnreinigung ist kein dauerhafter Erfolg in der Parodontosetherapie zu erwarten.

 

Literatur:
Detlef Heidemann, Praxis der Zahnheilkunde Band 4, Parodontologie, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH; Auflage: 4 (1. März 2005)
H. F. Wolf, K. u. E.M. Rateitschak, Band 1: Parodontologie: Farbatlanten der Zahnmedizin Thieme; 3. Auflage (2012)

Bildquelle: Fotolia Kzenon

Letzte Aktualisierung am Donnerstag, 07. Juni 2018



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