Kariesentfernung

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Die Fragen in unserem Parodontose-Selbsttest sind so gewählt, dass Sie sie entweder direkt oder mit Hilfe eines Spiegels leicht beantworten können. So können Sie sich schnell über Ihr persönliches Parodontitis-Risiko informieren. Zur 1. Frage.

Kariesbehandlung, Zahnfüllungen, Wurzelkanalbehandlungen

Zähne die an einer  Parodontose leiden, haben manchmal auch andere Probleme. Karies, undichte Füllungen, überstehende Füllungsränder und insuffizienter Zahnersatz (Kronen und Brücken) stellen den Zahnerhalt in Frage und sorgen für Schmutznischen in denen Bakterien ideale Verhältnisse für ihre Vermehrung vorfinden. Solche Nischen sind nicht ausreichend zu reinigen, was nicht nur für die Behandlung einer Parodontose problematisch ist. Zudem gilt es natürlich alles für die Allgemeingesundheit des Patienten, seiner Zähne bzw. den Zahnerhalt zu tun. Das beinhaltet natürlich auch die Entfernung von Karies und die Therapie von Entzündungen wurzeltoter Zähne. Auch wenn Spezialistentum mehr und mehr gefragt ist, darf sich die Medizin nicht nur auf die Behandlung von Teilaspekten beschränken.

Ausgedehnte Zahnhalskaries durch persisitierende Plaque
Ausgeprägte Karies bei schlechter Mundhygiene(Plaquebildung)

Optimale Füllungstherapie bei Karies und schlechten Füllungen

Kariesbehandlungen dienen dem Zahnerhalt. Was nützt eine erfolgreiche Parodontitistherapie, wenn eine Karies übersehen wurde und der Zahn Schaden nimmt und sogar entfernt werden muss. Zudem sind kariöse Läsionen Bakterienstreuherde. Also: Karies und schlechte (insuffiziente, undichte) Füllungen durch adäquate Füllungstherapie behandeln. Überstehende Füllungsränder müssen für die Beseitigung der Schmutznische und für die chirurgische Wurzelglättung unbedingt geglättet werden oder es muss auch hier ein Füllungsaustausch erfolgen. Bei kariös stark zerstörten Zähnen ist die Zahnentfernung abzuwägen.

Hygienefähiger Zahnersatz

Karies unter Kronen muss ebenfalls behandelt werden. Eine direkte Neuversorgung ist aber vor Abschluss der Parodontosebehandlung meist nicht zu empfehlen, da der Zahnfleischverlauf für die ideale Positionierung des Kronenrandes wichtig ist, und dieser nun mal erst nach Behandlungsabschluss stabil und sicher erkennbar ist. Für den Übergang sind Provisorien (provisorische Kronen und Brücken) die zu wählende Option. Auch überstehende Kronenränder sind als Schmutznischen und Behinderung bei der Wurzelglättung zu beheben. Auch hier bleibt letztendlich nur die Neuanfertigung.

Behandlung entzündeter, wurzeltoter Zähne

Wenn ein abgestorbener Zahn mit einer Parodontitis eine große Entzündung im Kiefer verursacht (im Röntgenbild als große „Aufhellung“ als Zeichen einer Knochenauflösung um die Wurzelspitze erkennbar), sollte über die rasche Entfernung nachgedacht werden (hoffnungsloser Zahn). Risiken hier: keine Ausheilung der Entzündung, Paro-Endo-Läsion.

Abgestorbener Zahn mit apikale Osteolyse (Knochenauflösung an der Wurzelspitze)
Unbehandelter toter Zahn mit großer Entzündung (Osteolyse) unter der Wurzelspitze

Bei geringer Entzündung ist eine primäre Wurzelbehandlung (endodontische Therapie) oder gegebenenfals eine Revisionsbehandlung (erneute Wurzelbehandlung bei einem bereits wurzelgefüllten Zahn) zum Zahnerhalt möglich. Aufwand und Nutzen sind unter Berücksichtigung der Prognose und möglicher Zahnersatzplanung sorgfältig abzuwägen.

Keine Aussicht auf Erfolg? Entfernung  nicht erhaltungswürdiger Zähne!

Alle Zähne retten zu wollen ist zwar nobel, aber führt bei unrettbaren Kandidaten zu unnötigen Belastungen für den Patienten, gefährdet u. U. ein gutes Behandlungsergebnis und kann zur Dauerbaustelle Mund führen. Mehr zur Fragestellung: Wann muss man einen Zahn ziehen?

Fazit:

Karies-Sanierung und Wurzelbehandlungen dienen der (Zahn-)Gesundheit an sich und sind letztendlich eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Zahnerhalt durch eine Parodontosebehandlung.

Literatur:
F. Wolf, K. u. E.M. Rateitschak, Band 1: Parodontologie: Farbatlanten der Zahnmedizin Thieme; 3. Auflage (2012)
H.-C. Plagmann; Lehrbuch der Parodontologie, Carl Hanser Verlag München Wien (1998)
Peter Gängler, Thomas Hoffmann et al; Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie; Thieme; 3. Auflage (2010)