Die häusliche Zahnpflege

Die eigene Zahnpflege ist ohne wenn und aber die wichtigste Maßnahme zur Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnbett. Ohne das Zähneputzen würden Karies- und Parodontitisbakterien freie Bahn für ihr Zerstörungswerk haben, und unsere Zähne möglicherweise nicht mal bis ins Erwachsenenalter halten. Zudem hinterlässt sie ein angenehmes Sauberkeitsgefühl und frischen Atem, und trägt durch Entfernung ästhetisch störender Zahnverfärbungen zu unserem Wohlbefinden bei. Zähne stehen im Zentrum unseres Gesichts und sind erster Blickfang unseres Gegenübers nicht nur beim Reden und Lächeln. Sie gelten zweifellos als Statussymbol für Gesundheit, Vitalität und Attraktivität. Nicht umsonst werden jährlich Milliarden für Zahnpflegemittel und zahnkosmetische Produkte ausgegeben.

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Entfernung der Plaque ist das Ziel

Das Ziel des "Zähneputzens" aus medizinischer Sicht ist, die bakterienhaltigen Beläge (Plaque) im Allgemeinen und auch besonders in Nischen möglichst effektiv zu entfernen. Es gibt grundlegende Zahnputztechniken bei der Parodontitis und individuell abzustimmende Maßnahmen, die durch die Mundhygieneinstruktion z.B. nach Erhebung von Pflegeindizes entwickelt werden.

Hilfsmittel für die Zahnpflege: grosser Markt, viele Optionen

Zur häuslichen Mundhygiene stehen viele verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Sie haben alle ihre Vor- und Nachteile in Bezug auf Reinigungsleistung und Handhabung, die in den jeweiligen Unterkapiteln näher besprochen werden.


Zu viel und falsches Zähneputzen verursacht Schäden

Aber auch zu viel des Guten ist schädlich. Man kann mittlerweile beobachten, dass viele Menschen sich durch zu häufiges und/oder falsches Zähneputzen (zu hoher Putzdruck, zu harte Bürsten, falsche Putzrichtung) mehr Schäden an den Zähnen zufügen (z.B. Zahnhalsdefekte, Rezessionen) als Nutzen.

Fazit:
Für den Parodontitispatienten wird das Zähneputzen, wie er es als Kind verinnerlicht hat, nicht ausreichen, um der Erkrankung Herr zu werden. Er wird seine Putztechnik auf die Reinigung des Zahnfleischsaums und des Zahnzwischenraums umstellen und dabei auf individuell abgestimmte Hilfsmittel zurückgreifen müssen.

 

Literatur:
Klaus-Dieter Hellwege, Die Praxis der zahnmedizinischen Prophylaxe: Ein Leitfaden f. d. Individual-, Gruppenprophylaxe u. initiale Parodontaltherapie, Thieme, 6. Auflage (2003)
H. F. Wolf, K. u. E.M. Rateitschak, Band 1: Parodontologie: Farbatlanten der Zahnmedizin Thieme; 3. Auflage (2012)
Jamal M Stein, Georg Conrads et al., Moderne Parodontologie in der Praxis: Band 1: Grundlagen, Klassifikation und Diagnostik, Spitta Verlag, 2010

Bildquelle: Fotolia Pixelot

Letzte Aktualisierung am Freitag, 30. September 2016



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