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Osteoporose: kein Hindernis für Zahnimplantate

Die Krankheit Osteoporose wurde als möglicher Risikofaktor für den frühzeitigen Verlust von Zahnimplantaten länger diskutiert. Nun widerlegen neuste Studienergebnisse diese Theorie.

Erfolgsrate von Implantaten bei Osteoporose geringer?

Wissenschaftler der New York University und des New York College of Dentistry werteten Daten aus insgesamt 15 Beobachtungsstudien aus, um herauszufinden, ob Osteoporose einen negativen Einfluss auf die Haltbarkeit von Zahnimplantaten hat. Dazu wurde der Verlauf der Knocheneinheilung und die anschließende Verweildauer von knapp 30.000 Implantaten bei Patienten mit und ohne Osteoporose untersucht. Bei der Krankheit handelt es sich um eine chronische Erkrankung des Skeletts, bei der es im Verlauf zum Abbau der Knochensubstanz, und zum fortschreitenden Verlust von Knochenmasse kommt. Infolge dessen verschlechtert sich auch die Feinstruktur des Knochengewebes, daher ist man von einer nicht dauerhaften Stabilität des Implantats im Kieferknochen ausgegangen und Patienten mit Osteoporose wurden als Risikogruppe für den Implantaterfolg vermutet.

Gute Implantat-Prognose trotz Knochenschwund

Die Wissenschaftler konnten keinen signifikanten Unterschied bei der Einheilung und Lebensdauer bzw. der Verlustrate von Implantaten zwischen Patienten mit und ohne Osteoporose feststellen. Knochenschwund zählt zu den häufigsten Erkrankungen weltweit, ab einem Alter von 50 Jahren ist jeder fünfte Mann und sogar jede dritte Frau davon betroffen. Umso bedeutsamer sind die Studienergebnisse, da sie eine große Anzahl von Patienten für eine implantatgetragene Zahnersatzversorgung qualifizieren.

Quelle: doi.org/10.1038/sj.ebd.6401307