Übergewicht als Risikofaktor für Parodontitis entlarvt

Übergewicht und Fettleibigkeit erhöhen nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Atherosklerose, sondern auch für Parodontitis. Das konnte in einer Studie abermals nachgewiesen werden.

Entzündungsreaktionen im Körper „befeuern“ Parodontose

Dass ein hoher Fettanteil im Körper negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann, haben diverse Studien bewiesen. Fettleibigkeit ruft im Körper Entzündungsreaktionen hervor. Ein Umstand, den es mit Parodontose gemeinsam hat (s. Risikofaktoren für Parodontitis). Wissenschaftler der Case Western Reverse University USA, konnten den Zusammenhang zwischen einem erhöhten BMI (Body-Mass-Index) und einer höheren Anfälligkeit für die entzündliche Zahnbetterkrankung belegen. Die Studienergebnisse sind im British Dental Journal veröffentlicht worden.

Fettleibigkeit: wachsendes weltweites Problem

Weltweit steigt die Zahl der Übergewichtigen und Fettleibigen. In Deutschland war laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2017 jeder zweite Erwachsene in Deutschland übergewichtig (53%). Als fettleibig wurden 16 Prozent der Deutschen eingestuft.

Ab wann ist man übergewichtig?

Der Body-Mass-Index wird berechnet, indem man das Körpergewicht (in Kilogramm) durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern) teilt. Als übergewichtig gilt man ab einem BMI von ≥ 25 kg/m2, Fettleibigkeit ist mit einem BMI von ≥ 30 kg/m2 definiert.

Lässt Abnehmen Parodontose ausheilen?

Die Studie belegt zwar den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Übergewicht und Parodontitis, nicht aber, ob Abnehmen gleichzeitig zu einer Heilung der Parodontitis führt. Eine langfristige Umstellung der Ernährung kann sich allerdings positiv auf die Mundgesundheit auswirken. Hier finden Sie mehr Informationen zur Ernährungsempfehlung bei Parodontitis.


Quelle: Statistisches Bundesamt, 02. April 2019
British Dental Journal, volume 227, pages235–239(2019)

Letzte Aktualisierung am Montag, 16. März 2020
werbung
Anzeige