Parodontose-Patienten bald besser versorgt

Ab Juli haben gesetzlich Versicherte bei Parodontitis Anspruch auf eine verbesserte Behandlung. Durch mehr Unterstützung der Kassen soll die entzündliche Zahnbetterkrankung in Deutschland bekämpft werden.

GKV übernimmt mehr Kosten bei Parodontitis-Therapie

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung haben sich auf eine Anpassung der Parodontitis-Richtlinien geeinigt. Für Patienten bedeutet das zukünftig die Kostenübernahme zahlreicher Leistungen bei Parodontose durch ihre Krankenkasse.

Mundgesundheit nachhaltig verbessern

Parodontitis bekommt man nur durch strenge Nachsorge in den Griff. Die Volkskrankheit ist nicht heilbar und kann deswegen immer wieder auftreten. Mit dem angepassten Leistungskatalog der Krankenkassen soll die Paro-Therapie nicht mehr mit der zahnmedizinischen Behandlung enden, sondern eine umfassende Nachsorge über mindestens zwei Jahre beinhalten. Das bedeutet auch eine Reinigung aller Zähne einmal im Kalenderhalbjahr. „Nach aktuellem Forschungsstand werden so die besten Heilungsergebnisse erzielt und die Lebensqualität kann durch die Nachsorge deutlich verbessert wer­den“, erklärte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband.

Weniger Bürokratie für Parodontose-Patienten

Die neuen Richtlinien erleichtern außerdem den Zugang zu Parodontosebehandlung: zukünftig soll die Therapie ohne Antrags- und Genehmigungsverfahren möglich sein. Der Aufwand für Betroffene wird damit deutlich geringer.

Alleine in Deutschland sind fast 12 Millionen Erwachsene von einer schweren parodontalen Erkrankung betroffen. Durch die Kostenübernahme vieler PAR-Leistungen ab Juli erhoffen sich die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und Gesetzliche Krankenversicherer eine stetige Eindämmung der Krankheit.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

Letzte Aktualisierung am Montag, 10. Mai 2021
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