Deutsche Mundgesundheit: Qualität von morgen, Vergütung von 1988

Zunächst die gute Nachricht: Die (Präventions-)Erfolge in der Zahnmedizin in Deutschland gelten international als Benchmark. Von einer besseren Mundgesundheit profitiert auch das Gesundheitssystem als Ganzes.
Die Mundgesundheit der Bevölkerung in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren in allen Bereichen und über alle Schichten hinweg verbessert. Das unterstreicht unter anderem die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS V). In keinem Land der Welt wird Karies bei Kindern so erfolgreich bekämpft und der Zahnlosigkeit im Alter so effektiv vorgebeugt wie in Deutschland. Schwere Zahnerkrankungen verschieben sich hier zu Lande immer weiter in das hohe Alter, ein Wandel von Reaktion zu Prävention in Deutschland ist Realität.

Realität in Deutschland ist jedoch auch ein Stillstand in der Vergütung und Wertschätzung dieser Leistungen. So beträgt der Grundwert der Gebührenordnung für Zahnärzte noch immer 11 Pfennig – wie vor über 30 Jahren. Diese 11 Pfennig stammen aus einer Zeit, die mit der heutigen wenig gemein hat. Während sich Technologien und Arbeitsformen der zahnärztlichen Arbeit revolutioniert haben, bleibt der Punktwert der GOZ ein Überrest aus einer Zeit von Mauer und Kaltem Krieg. Ein zeitgemäßer Ansatz, der den Fortschritt würdigt, wäre insofern nicht nur gerecht, sondern längst überfällig.

 

Quelle: Bundeszahnärztekammer - BZÄK

Letzte Aktualisierung am Freitag, 27. September 2019
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