Auch die E-Zigarette erhöht die Parodontitis-Gefahr

Zwar ist die E-Zigarette wohl nicht so schädlich, wie die herkömmliche Zigarette - doch mit „gesunder Alternative“ hat das nicht viel zu tun. Verschiedene Forscherteams haben nämlich unabhängig voneinander ihre Ergebnisse veröffentlicht: Das „Rauchen“ von E-Zigaretten schadet der Mundschleimhaut enorm und steigert das Risiko von Parodontitis und dem damit verbundenen Zahnverlust.

Wie funktioniert eigentlich eine E-Zigarette?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten wird kein Tabak verbrannt, sondern eine Flüssigkeit (Zusammengesetzt aus Glycerin, Propylenglykol, Nikotin und Aromen) durch Hitze oder Ultraschall verdampft.
Dieser Dampf wird dann vom Konsumenten inhaliert und verursacht ähnliche Schäden in Mund und Atemwegen wie Tabak. Nur findet das kaum Erwähnung, da es in geringerem Maße geschieht.
Durch das Freisetzen freier Radikale schädigt der Dampf die Zellen. Auch Keime in den Atemwegen werden laut Studie aggressiver.

Bereits 15 Minuten „dampfen“ am Tag reichen aus, um das Massensterben von Zellen der Mundschleimhaut zu bewirken. Dadurch ist der Mundraum automatisch viel anfälliger für Infektionen und Entzündungen. Das Risiko von Parodontitis, Zahnfleischschwund und Zahnverlust steigt.

Das enthaltene Aroma macht die E-Zigarette sogar noch schädlicher. Die durch das Verdampfen entstehenden Verbindungen, verstärken noch die Schädigung der Mundschleimhaut. Die Aromatisierung ist verantwortlich, für eine verstärkte Oxidation der Proteine. Es können sich autoaggressive Antikörper bilden und sowohl Zahnfleisch, als auch Knochen angreifen!

Sowohl aromatisierte-, als auch nikotinhaltige E-Zigaretten verändern die DNA der Zellen schwerwiegend durch ihren Dampf. Die Zellen setzen dadurch entzündungsfördernde Botenstoffe frei und erhöhen den Zellstress. Außerdem wird die Regeneration der Schleimhaut gestört.

Wie sich der Konsum von E-Zigaretten langfristig auf die (Mund-)Gesundheit auswirkt, wird in weiteren Studien untersucht und erforscht.

Literatur:
Journal of Cellular Physiology, 2016, doi: 10.1002/jcp.25677; Oncotarget, 2016, doi: 10.18632/oncotarget.12857) (Université Laval, University of Rochester, 18.11.2016 - NPO)

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 19. Juni 2018
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