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Das Parodontose-Forum: Hilfe bei Fragen zur Parodontitis

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Chance auf Zahnerhalt?

Hallo erstmal,
ich bin der neue 🙂

Ich bin jetzt 50 Jahre alt, hatte im Juli 2015 eine Herz-OP, bin seitdem Träger einer mechanischen Aortenklappe und nehme Marcumar. Mein INR Zielbereich liegt zwischen 2 und 3.
tark zurück gezogenes Zahnfleisch habe ich wohl zum Teil genetisch bedingt solange ich denken kann, laut meinem Zahnarzt wohl auch über Jahrzehnte Parodontitis.
Ach ja, und ich bin Raucher.
Soviel zu meiner Vorgeschichte.

Seit Mitte letzten Jahres hatte ich das Gefühl, dass sich einer meiner Schneidezähne im Unterkiefer leicht lose anfühlt. Ein Zahnarztbesuch im Oktober 2018 hat dies auch bestätigt.
Mein Zahnarzt sagt, dass meine Schneidezähne etwa 5 mm zu wenig im Unterkiefer stecken und dieser Zahn nicht zu retten sein wird. Seine Empfehlung daraufhin war, die anderen 3 Schneidezähne ebenfalls zu ziehen und eine Brücke auf den Eckzähnen basierend zu setzen.
Von Implantaten hat er mir aufgrund meiner Herzgeschichte und dem Marcumar komplett abgeraten, wäre seiner Meinung nach zu gefährlich und nicht von langer Haltbarkeit.
Den Schock musste ich erst einmal sacken lassen.
Kurz darauf im Dezember stellte ich fest, dass auch einer meiner Backenzähne im Unterkiefer lose zu werden schien.
Gleich Anfang Januar diesen Jahres war ich dann bei einem Kieferchirurgen, da ich auch gleich eine Zweitmeinung haben wollte.
Seiner Meinung nach käme aufgrund meiner Herzgeschichte und dem Marcumar kein Knochenaufbau in Frage, und er schließt sich der Meinung meines Zahnarztes an dass eine Brücke dann wohl die einzige Lösung sei.

Ich kann mich nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden, dass dann ein Eckzahn zwei Brücken tragen soll... Was, wenn der eines Tages auch nicht mehr will?

Seit Anfang Januar betreibe ich deutlich intensivere Zahnpflege, behandele ich meine Zähne mit Xylit und Chlorhexidin-Zahnpasta wie ich es hier gelesen habe, lutsche zwischendurch Xylit Bolchen, nehme zusätzlich Citrizidal.
Mein Gedanke war, retten was zu retten ist und möglicherweise die Zähne zu erhalten.

In dem Herzklappenforum wo ich ebenso aktiv bin gibt es andere Patienten, die problemlos Implantate gesetzt bekommen haben. Daraufhin habe ich weiter recherchiert, und mir nun am 01.04.2019 einen Beratungstermin in der Klinik für Mund, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie Braunschweig geben lassen.
Meine Hoffnung besteht nun darin, dass sie mir dort eventuell einen Knochenaufbau mit Stabilisierung der losen Zähne anbieten können um die eigenen Zähne zu erhalten.
Sollte das hoffnungslos sein könnten sie dort vielleicht auch Implantate setzen, da sie sich ja dort mit Marcumar- und Herzklappenpatienten auskennen.
Genaueres werde ich erst nach dem Termin wissen.

Wie denkt ihr darüber?
- Wie groß seht ihr die Wahrscheinlichkeit die losen Zähne wieder zu festigen und somit zu erhalten?
- Was kann ich außer den oben genannten Maßnahmen noch unterstützend tun, um Kiefer und Zahnfleisch gesund zu bekommen?
- Könnte möglicherweise das Marcumar dazu beitragen, dass sich meine Zähne lösen?
- Hat hier vielleicht jemand eine ähnliche Vorerkrankung und trotz dessen Implantate bekommen?
- Hat jemand Erfahrung mit Implantaten von Dentaprime in Bulgarien? Oder sollte ich das aufgrund meiner Herzgeschichte erst gar nicht in Erwägung ziehen?

Ich danke für´s Lesen und eure Meinungen dazu.

VG Wolfgang

Guten Tag,
über die Erhaltbarkeit Ihrer Zähne kann ich nur sagen, dass niemand einen Knochenaufbau für den Erhalt von 4 wackelnden Frontzähnen machen wird: keinerlei Aussicht auf Erfolg.
Weder eine Herzklappenerkrankung noch eine Markumarbehandlung sind Kontraindikationen für Implantate. Da hat Ihr behandlender Zahnarzt wohl keine ausreichende Kenntnisse/eErfahrung.
Ob Implantate eine bessere Lösung als die Brücke darstellen, kann ich von hier aus allerdings nicht sagen.
mfg
Wolff

Hallo DocWolff,
vielen Dank für Ihre Einschätzung.
Das mit den Schneidezähnen ist möglicherweise falsch herüber gekommen, die sind nicht alle 4 lose, lediglich einer.
Aber mein Zahnarzt würde mir dazu raten, die anderen drei zu ziehen, und dann eine Brücke auf die verbleibenden Eckzähne zu setzen.
Seiner Meinung nach würden die noch festen Schneidezähne ebenfalls in absehbarer Zeit lose werden...

Aber es ist gut zu wissen, dass Sie weder meine Herzklappenerkrankung noch die Markumarbehandlung als hauptsächliches Problem ansehen.

Da ja der 1. April in greifbare Nähe gerückt ist, werde ich nach dem Termin hoffentlich etwas mehr über die Möglichkeiten bei mir wissen.

Gibt es etwas was ich zum Erhalt der Zähne und des Knochenaufbaus noch ergänzend tun kann?
Spezielle Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel vielleicht?
Tees oder andere Kräuter?
Vitamine?

Bin über jeden Tipp dankbar,
VG Wolfgang

Also ich selbst bin kein Fachmann, war aber auch schon in der Situation Implantate zu brauchen. Ich vermute fast, dass Implantate auch deine beste Chance sind. Aber sicherlich ist ein Beratungstermin, wie du es ja ohnehin schon geplant hast, erstmal der richtige Weg.
Falls du noch eine zweite, im Gegensatz zu meiner, professionelle Meinung möchtest, kann ich die Klinik hier https://www.prof-dhom.de/ sehr empfehlen. Dort wurden meine Implantate gemacht und ich bin noch immer sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Moin, es wäre interessant zu hören, wie die "Geschichte" ausgegangen ist. Implantat(e) gesetzt, Zähne doch gezogen?

VG Lilly