Fragen und Antworten im Parodontose-Forum

Frei von Parodontiits durch Ernährungsumstellung

Verfasst am: 31. 01. 2018, 18:23
Frank B.
Themenersteller
Dabei seit: 31.01.2018
Beiträge: 1
Hallo liebes Forum,

ich möchte hier gerne meine Erfahrungen zum Thema Parodontitis teilen,
und so vielleicht dem einen oder anderen eine Anregung geben.

Da die Ursachen der Probleme sicher von Mensch zu Mensch verschieden sind,
erwarte ich nicht, das meine Erfolge auf jeden übertragbar sind,
aber wenn es auch nur einem helfen kann, wäre ja schon etwas gewonnen.

Seit ca. 10 Jahren leide ich (50), Nichtraucher, an fortschreitender Parodontitis,
trotz guter Zahnpflege, Taschen bis zu 9 mm Tiefe.
Die Schneidezähne im Oberkiefer sind bereits "gewandert".
Chronische Entzündungen einzelner Bereiche waren mein ständiger Begleiter.

Eine Parodontosebehandlung vor Jahren brachte kurzfristige Besserung,
aber die Prognose war schlecht.

Das, und ein paar Kilo zuviel, brachte mich vor einem guten Jahr dazu,
meine Ernährung umzustellen.

Ich konnte schon vorher einen Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und den Entzündungen herstellen, sprich, je mehr Kuchen, desto schlimmer die Probleme.

Also ernähre ich mich heute weitestgehend zuckerfrei, was eine wesentliche Besserung für mein Zahnfleisch brachte, sowie für mein übriges Wohlbefinden.

Allerdings konnte ich dadurch die letzten, hartnäckigen Entzündungsherde immer noch nicht loswerden, bis.....
ich nun auch die Milch weglasse!

Ich war immer leidenschaftlicher Milchtrinker, habe aber meinen Konsum im letzten Jahr auf die Milch im Kaffe beschränkt, weil ich auch hier einen Zusammenhang mit der Parodontitis vermutete.
Weil ich aber sehr viel Kaffe trinke, summiert sich die Milch dadurch doch auf ca. 1 großes Glas am Tag.

Vor einem Monat nun habe ich die Milch komplett verbannt, trinke meinen Kaffee schwarz.
Ist gewöhnungsbedürftig, aber.....
endlich bin ich beschwerdefrei!

Und hoffe, es zu bleiben.
Der nächste Besuch beim Zahnarzt steht demnächst an, ich bin gespannt auf seine Einschätzung.

Dieser Bericht von mir als kleiner Denkanstoß vielleicht für den einen oder anderen von euch.

Einen schönen Gruß

Frank
 
Verfasst am: 02. 02. 2018, 05:20
Nela
Dabei seit: 29.01.2018
Beiträge: 11
Das werde ich mal ausprobieren, Danke für deine Erfahrung.
 
Verfasst am: 05. 02. 2018, 11:47
Frank B.
Dabei seit: 05.02.2018
Beiträge: 1
Hallo Nela,

ich drücke Dir die Daumen :-).

Ich versuche eben möglichst alle Lebensmittel, die als entzündungsfördernd gelten, zu meiden.

Dazu gehören bei mir jedenfalls der Zucker, Milch und Schweinefleisch.
Käse allerdings ist kein Problem und den esse ich auch reichlich.

Um das Alles herauszufinden, brauchte es allerdings ein wenig Geduld und Beobachtungsgabe.

Zusätzlich nehme ich nur noch Omega 3 Kapseln aus Fischöl zu mir,
um die Entzündungen weiter einzudämmen.

Das alles zusammen funktioniert für mich sehr gut,
und ich hoffe, meine Zähne noch lange erhalten zu können.

Frank

 
Verfasst am: 06. 02. 2018, 09:07
Nela
Dabei seit: 29.01.2018
Beiträge: 11
Hallo Frank,ich wünsche es dir leider habe ich schon im Oberkiefer den Knochenabbau das auch ohne Sinuslift
es nicht möglich ist eine 4er oder 6er Stegversorgung zu setzen.
Leider habe ich keine Zahnversicherung um die Kosten zu reduzieren.
Ein Kostenvoranschlag gehe ich gerade an um noch Informationen zu sammeln, ich war so oft bei Zahnreinigungen und Parodontosebehandlungen nun ist es bei mir so gut geworden keine Zahntaschen mehr usw.
Ich benutze gerade Chlorexamed und Zahncreme mit Xylit ,ja das mit der Nahrung gehe ich auch gerade an
ich nehme noch zum Calzium vitamin D und Homöopathische Globuli ua,Belladonna D 12 für meine Entzündungen.
Ich bin deshalb auch ziemlich fertig bin ja auch erst 51.Jahre alt.lg
 
Verfasst am: 07. 02. 2018, 17:55
Frank B.
Dabei seit: 07.02.2018
Beiträge: 1
Hallo Nela,

da hast Du schon Einiges mitgemacht :-(

Zum Glück habe ich tatsächlich noch alle Zähne, trotz fortgeschrittenem Knochenabbau ebenfalls im Oberkiefer vorne.

In der schlimmen Phase hatte ich ständig das Gefühl, meine Zähne könnten beim nächsten Biss auf etwas Hartes ausfallen.
Richtiges, druckvolles Kauen war meist mit Schmerzen verbunden, einfach sehr! unangenehm.

Aller Hilfsmittel zum Trotz kann ich nur wiederholen, daß der Durchbruch für mich mit der Umstellung der Ernährung kam.

Ich bin sicher, die (professionelle) Zahnreinigung ist wichtig,
ebenso Vitamine, Calzium, vielleicht auch Chlorhexamed und Xylit,
aber erst seit ich auf alle bereits genannten Lebensmittel verzichte,
geht es mir richtig gut.
Ich denke wirklich, daß ich damit das Übel bei der Wurzel packe,
während vieles andere eher Symptomehandlung darstellt.

Wenn Du mich fragst, ob es mir schwer fällt, auf Süßes, Milch, Weißmehl und Schweinefleisch zu verzichten,
ist die Antwort eigentlich ganz einfach.

Wenn ich dafür meine Zähne behalten kann, und beim täglichen Putzen kein Blut mehr sehen muss,
dann ist das ziemlich leicht :-).

Einen schönen Gruß

Frank
 
Verfasst am: 08. 02. 2018, 15:32
Nela
Dabei seit: 29.01.2018
Beiträge: 11
Hallo Frank,wenn aber bei dir die Zähne auch schon so gelockert waren und dann wieder fest wurden trotz Knochenabbau im OK.
Ja die Frontzähne sind es bei mir ja auch,also Weißmehl heißt zb keine Nudeln,Brot ,?- -Keine Milch im Kaffee kein Joghurt usw?
Kein Schweinefleisch ?--- Lg
 
Verfasst am: 12. 02. 2018, 17:23
Frank B.
Dabei seit: 12.02.2018
Beiträge: 1
Hallo Nela,

im Prinzip ja.

Ich erlaube mir Ausnahmen :-).

Mal ein Schweinebraten geht schon, auch ein Stück Kuchen oder was Süsses am Wochenende,
aber dann eben auch nicht mehr.

Brot esse ich, aber fast nur Dinkel und Roggenvollkorn,
klar ist auch mal ein helles Brötchen drin, aber immer nur als Ausnahme,
sonst bekomme ich schnell die alten Probleme.

Naturjoghurt (ohne Zucker aber mit Früchten und Quark in Maßen sind ok,
Milch geht aber gar nicht.

Ob die Milch entzündungsfördernde Stoffe enthält, oder aber sich als Film und damit Nährboden zwischen Zahn und Zahnfleisch legt und damit die Probleme auslöst, weiß ich nicht mit Sicherheit,
aber so ist es eben, und ich kann darauf verzichten.

Einen schönen Gruß

Frank
 
Verfasst am: 31. 03. 2018, 17:27
Nela
Dabei seit: 29.01.2018
Beiträge: 11
Hallo Frank,wie du weißt waren meine Frontzähne schon sehr gelockert nun hatte ich am 17.01.2018 einen Termin beim Chirurgen
und er hat mir erstmal etwas hoffnung gemacht zb.ich erkundige mich mal Kieferorthopädisch usw.aber lassen sie mir Zeit ich höre mich mal bei einigen um.
Also habe ich gewartet und gewartet war dann zwischenzeitlich noch bei der Zahnreinigung die in der Klinik sogar eine Zahnärztin
durchführte.
Der hatte ich das dann erzählt sie sagte also das wäre viel zu wenig Knochen bei mir und das würde auf dauer nur Geld kosten und nicht viel bringen sie hatte wohl recht behalten der Anruf vom Chirurgen kam jetzt endlich im März und er mußte mir leider mitteilen das sich alle einig waren der Knochenabbau ist schon zu extrem,dass bringe nix mehr.
Jetzt mitlerweile haben sich meine Zähne wieder so gefestigt das ich es nie für möglich gehalten hätte das die wirklich wieder so fest werden.
Ich nehme noch zusätzlich Euphrasia C 30 das soll die Endzündungen stoppen .
Ich finde deinen Rat wirklich sehr gut mit Milch usw passe ich mitlerweile auch auf und putze meine Zähne ca fünf mall am Tag.
Für das dass ich schon fast einen Termin zur Extraktion hatte bin ich jetzt erstmal zufrieden.
Der Arzt sagte solange die Zahnreihe noch komplett ist kann ich es evtl auf jeden Fall noch heraus ziehen.....
Die Ärztin meinte auch also sie haben ja nicht mal eine Zahnfleischtasche,ich habe mich so gefreut das zu hören!
Danke Frank ,und euch allen bin froh dieses Forum gefunden zu haben.Danke!!!
 
Verfasst am: 05. 04. 2018, 16:09
Simone
Dabei seit: 05.04.2018
Beiträge: 1
Hallo Frank,

ich beschäftige mich auch mit diesem Thema und suche Gründe, Ursachen... habe auch festgestellt, dass was ich esse, Auswirkungen auch auf meine Zähne und Co. hat.

Joghurt meinen Sie, sei in Ordnung.
Bei Milch reden Sie wahrscheinlich von der verarbeiteten aus dem Supermarkt, nicht direkt vom Bauern, oder?

Sonnigen Gruß
Simone
 
Verfasst am: 10. 04. 2018, 10:03
Frank B.
Dabei seit: 10.04.2018
Beiträge: 1
Hallo Simone,

ich will das nicht pauschalisieren.

Yoghurt ist in Ordnung für mich, vielleicht weil er fermentiert ist.
Käse vertrage ich auch in rauen Mengen prima.
Aber ob es bei Ihnen keine Probleme macht, weiß ich natürlich nicht.

Was die Milch angeht:

Bei mir geht es um Milch generell, das hat nichts mit verarbeiteter oder Rohmilch zu tun.
Irgendetwas in der Milch fördert die Entzündungen, wie auch immer das zusammenhängt.
Bei Ihnen kann das aber auch wieder anders sein.

Am Besten konsequent ausprobieren, was Ihnen schadet und was nicht,
allerdings brauchen Sie bestimmt ein paar Wochen Geduld :-).

Einen schönen Gruß

Frank
 


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